Teilhabe

Teilhabe! Teilhabe an der Gesellschaft!

Als ich vor langer Zeit in dem Bereich der Verwaltung, der sich „Eingliederungshilfe“ nennt anfing, kam mir der Begriff Teilhabe als sehr konkret und in der täglichen Arbeit als handhabbar vor. Inzwischen habe ich viele Facetten des Begriffs, viele unterschiedliche Interpretationen und auch viele – teilweise sehr widersprüchliche – Meinungen zu dem Begriff kennen gelernt.

Eines ist aber unverändert geblieben – er fasziniert mich.

Warum?

Vor allem weil er mich als Mensch in meiner eigenen Befindlichkeit anspricht. Das ist nichts abstrakte, sondern etwas, was mit mir selbst in meiner Arbeit, in meinem privaten Leben sichtbar ist. Insofern bin ich Experte in der Beschreibung der Teilhabe – leider nur Experte der Teilhabe meiner Person.

Wie kann ich diese Kenntnisse in meine Arbeit integrieren?

Eine abstrakte Definition des Begriffs Teilhabe gibt es z.B. von der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „… Wechselwirkung zwischen dem gesundheitlichen Problem (ICD) einer Person und ihren Umweltfaktoren“.

Da jede Person in einer sehr unterschiedlichen Umgebung / Umwelt lebt – insbesondere wenn ich die Umwelt auch in ihrer sozialen Dimension begreife – ist es bei der ebenfalls zu beachtenden gesundheitlichen Disposition nicht möglich eine Teilhabe objektiv und normativ zu definieren.

Wenn ich also der subjektiven Betrachtungsweise sicher bin und mir der eigenen subjektiven Wahrnehmung bewusst bin,  ist die Schlussfolgerung logisch: alles ist eine Angelegenheit der Vereinbarung!

So wäre die Teilhabe ein durch subjektive eigene und fremde Betrachtung ausgehandelter Begriff. Einvernehmen in der Betrachtung der Lebenslage und der Perspektiven gewinnen so eine große Bedeutung.

 

Ich freue mich auf einen regen Austausch auf einer Internetseite, die sich ganz dem Gedanken des Einvernehmens verpflichtet.